Familienrecht /
Artikelnummer: 06020702
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NEUGESTALTUNG DER FAMILIENFÖRDERUNG
Januar 2006: CDU/CSU und SPD haben sich auf eine Neugestaltung der Familienförderung geeinigt. Danach soll der Sockelbetrag der steuerlichen Absetzbarkeit fallen. Der Lösungsvorschlag der Koalition sieht eine Förderung von Doppelverdienern wie Alleinverdienerfamilien vor.
Künftig sollen die Kosten für die Kinderbetreuung vom ersten Euro an steuerlich absetzbar sein; insgesamt jedoch nur zwei Drittel der hierfür tatsächlich angefallenen Beträge. Für Kinder bis 14 Jahre sollen Doppelverdiener wie Alleinerziehende Betreuungskosten bis max. 4.000,00 € bei der Steuer geltend machen können. Paaren mit nur einem Verdiener soll dies nur für Kinder zwischen drei und sechs Jahren möglich sein. Das bisherige Recht sieht vor, dass Familien mit zwei Verdienern bis max. 1.500,00 € bzw. berufstätige Alleinstehende bis max. 750,00 € jährlich von der Steuer absetzen können. Dies jedoch nur dann, wenn die tatsächlichen Betreuungskosten den Schwellenwert von 1.548,00 € (Doppelverdiener) bzw. 774,00 € (Alleinerziehende) überschreiten. Für die volle Ausschöpfung der steuerlichen Absetzbarkeit müssen somit Doppelverdiener bislang tatsächliche Kosten von 3.048,00 €, Alleinerziehende Kosten von 1.524,00 € nachweisen. Die Möglichkeit der steuerlichen Absetzbarkeit gilt bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres des Kindes.

Quelle: Handelsblatt von 31.01.2006
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