Anlegerschutz /
Artikelnummer: 06020802
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AUSSETZUNG DES IMMOBILIENFONDS MÖGLICHERWEISE RECHTSWIDRIG
Die Aussetzung des offenen Immobilienfonds "Grundbesitz-Invest" am 13.12.2005 scheint rechtswidrig.
Derzeit sehen sich die DB Real Estate Investment GmbH, die Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden AG sowie die Depotbank des "grundbesitz-invest"-Fonds, die State Street Bank GmbH, bereits einer Klage gegenüber. Die Kläger verlangen von den Beklagten auf der Basis des Kurses vom 13.12.2005 die gesamtschuldnerische Zahlung von rund 131.000,00 € Zug und Zug gegen Rückgabe ihrer Anteile am Fonds "Grundbesitz-Invest". Nach § 81 Investmentgesetz (InvG) ist das Aussetzen des offenen Immobilienfonds nur bei Vorliegen von Liquiditätschwierigkeiten möglich. Genau hierauf jedoch beruft sich die DB Real Estate ausdrücklich nicht. Das Aussetzen des offenen Immobilienfonds am 13.12.2005 scheint somit rechtlich nicht zulässig zu sein. Die DB Real Estate gab lediglich eine erforderliche Neubewertung des Immobilienportfolios als Begründung für ihr Vorgehen an. Diese Neubewertung stellt jedoch anhand der Vertragsbedingungen keinen zulässigen Aussetzungsgrund dar: ein derartiger Grund für die Aussetzung des Fonds ist im Verkaufsprospekt des Fonds nicht aufgeführt.

Quelle: Kanzlei Tilp, Kirchentellinsfurt von 08.02.2006
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