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Artikelnummer: 06031409
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PHOENIX KAPITALDIENST: INSOLVENZPLAN BIS ENDE MÄRZ
Das Insolvenzverfahren um die Finanzgesellschaft Phoenix Kapitaldienst kommt nicht so zügig voran wie anfangs erwartet. Die Auszahlung für die Geschädigten kann unter optimalen Bedingungen jedoch bis zum Ende des Jahres erfolgen.
Am Donnerstag traf sich der Gläubigerausschuss zu einer weiteren Sitzung in Frankfurt. Teilnehmern zufolge berichtete Insolvenzverwalter Frank Schmitt von der Sozietät Schultze & Braun, dass sich die Erstellung der Datenbanken aus technischen Gründen verzögert habe. Ende März tritt der Ausschuß wieder zusammen. Bis dahin soll Schmitt den Insolvenzplan ausarbeiten. Dieser legt fest, wieviel die Gläubigergruppen aus der sichergestellten Insolvenzmasse von bisher 231 Millionen Euro erhalten. Der Insolvenzplan könne in diesem Sommer verabschiedet werden. Nach einer Einigung im Gläubigerausschuss wird Schmitt eine Gläubigerversammlung einberufen. Dort können sich die Geschädigten zu dem Insolvenzplan zu äußern und über die Annahme oder Ablehnung entscheiden. Das Verfahren ermöglicht die Abwicklung einer Insolvenz innerhalb weniger Monate und ist kürzer als ein reguläres Insolvenzverfahren. Phoenix hat über Jahre einen erfolgreichen Handel mit Derivaten vorgetäuscht, tatsächlich aber Verluste angehäuft.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung von 10.02.2006
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