Anlegerschutz /
Artikelnummer: 06031413
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AKTIONÄRE VON DAIMLERCHRYSLER MACHEN SCHADENSERSATZ WEGEN SCHREMPP-RÜCKTRITT GELTEND.
Aktionäre verklagen den Autohersteller wegen entgangener Kursgewinne durch eine verzögerte Bekanntgabe des Schrempp-Rücktritts.
Die klagenden Aktionäre verlangen die Differenz zwischen dem in der Zeit vom 01.07.2005 bis zur Bekanntgabe des Rücktritts am 27.07.2005 tatsächlich erzielten und dem angemessenen Verkaufspreis. Am 28. Juli 2005 gab DaimlerChrysler bekannt, dass der Vorstandsvorsitzende Jürgen Schrempp zum 31.12.2005 aus dem Unternehmen ausscheiden würde. Daraufhin legte der Kurs der Aktie um mehr als 10 Prozent zu. Das Ausscheiden Schrempps soll in Insiderkreisen schon davor bekannt gewesen sein. Auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und die Staatsanwaltschaft ermitteln in Zusammenhang mit der Veröffentlichung des Führungswechsels. Sollten sich die Vorwürfe erhärten, können die Anleger Schadensersatz verlangen. Dabei können diese die Differenz zwischen dem tatsächlich erzielten und dem angemessenen Preis verlangen. Das Amtsgericht Stuttgart will am 15.03.2006 eine erste Entscheidung verkünden. Die Verjährung der Ansprüche drohe bereits zum 28.7.2006.

Quelle: CLLB Rechtsanwälte von 25.01.2006
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