Internetrecht / Urheber- und Medienrecht /
Artikelnummer: 06031605
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GERICHT BESTÄTIGT DIE UNZULÄSSIGKEIT EINES LINKS AUF SOFTWARE ZUR UMGEHUNG VON KOPIERSCHUTZSYSTEMEN
Laut einer Pressemitteilung der deutschen Phonoverbände bestätigt das Oberlandesgericht München die Unzulässigkeit eines Links bei Heise auf Software zur Umgehung von Kopierschutzsystemen durch Einstweilige Verfügung.
Auf seiner Internetseite hatte der Zeitschriftenverlag Heise einen Bericht über einen Software-Hersteller veröffentlicht, der so genannte Knack-Tools zur Vervielfältigung kopiergeschützter CDs und DVDs anbietet. Da Angebot, Vertrieb und Nutzung solcher Software in Deutschland jedoch illegal sind, sei auch das Setzen eines Links zur Anbieterwebsite unzulässig. Allerdings halte das Gericht den Bericht mit Werbeaussagen über das Tool und eindeutigen Beschreibungen über die Nutzungsmöglichkeiten der illegalen Software noch für zulässig. Die Einstweilige Verfügung untersage dem Verlag die Beihilfe zur Verbreitung von Knack-Tools durch das Setzen eines Links zu dem illegalen Angebot.

Quelle: Deutsche Phonoverbände von 28.07.2005
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