Anlegerschutz /
Artikelnummer: 06033004
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AUSSETZUNG DES ZIVILVERFAHRENS GEGEN DAIMLERCHRYSLER WEGEN VERSPÄTETER AD-HOC MITTEILUNGEN ZUM RÜCKTRITT VON SCHREMPP BEIM AMTSGERICHT STUTTGART
Das Verfahren vor dem Amtsgericht Stuttgart wurde ausgesetzt, da zu erwarten ist, dass ein Musterverfahren beim Oberlandesgericht Stuttgart in absehbarer Zeit durchgeführt werden wird. Die Entscheidung im vorliegenden Verfahren hängt von den im Musterverfahren zu klärenden Fragen ab. Aus prozessökonomischen Gründen erschien es geboten, das Verfahren nicht weiter zu betreiben.
Die Klägerin macht aus eigenem und aus abgetretenem Recht Ansprüche in Höhe von insgesamt 4.410 Euro gegen DaimlerChrysler geltend. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, die am 28.7.2005 erfolgte Veröffentlichung des Rücktrittes seines Vorstandsvorsitzenden Prof. Jürgen Schrempp sei zu spät erfolgt. Die Beklagte hätte spätestens am 26.7.2005 den Rücktritt mitteilen müssen, denn spätestens zu diesem Zeitpunkt habe der Rücktritt festgestanden. Die Klägerin macht den Differenzschaden geltend, der dadurch entstanden sei, dass die Aktien von DaimlerChrysler am 26.7.2005 nicht zu dem Preis hätten verkauft werden können, den die Aktie erbracht hätte, wenn pflichtgemäß bereits am 26.7.2005 und nicht erst am 28.7.2005 der Rücktritt des Vorstandsvorsitzenden bekannt gemacht worden wäre. Die Klägerin verweist darauf, dass die Veröffentlichung des Rücktritts zu einem Kursprung von mehr als 10 % geführt habe. Das Unternehmen bestreitet die ihr gegenüber erhobenen Vorwürfe.

Quelle: Amtsgericht Stuttgart von 15.03.2006
http://www.amtsgericht-stuttgart.de/ Externer Link
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