Arbeitsrecht /
Artikelnummer: 06040602
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RECHTSPRECHUNG UNTERSTÜTZT TENDENZIELL NICHTRAUCHER
Die derzeitige allgemeine Gesundheitswelle mit Blick auf das (Nicht)Rauchen macht sich auch in der arbeitsrechtlichen Rechtsprechung bemerkbar. Die Interessen der Nichtraucher gewinnen mehr und mehr Beachtung, währenddessen das Verlangen der Raucher hintenanstehen muss. So entschieden bspw. die Bundesrichter, dass ein "umfassender Nichtraucherschutz" nur dann zu gewährleisten ist, wenn sich das Rauchverbot auf "sämtliche geschlossenen Räume" am Arbeitsplatz erstrecke. Der Schutz der Passivraucher rechtfertige die damit verbundene Einschränkung der Handlungsfreiheit der Raucher. Während sich das Rauchverbot am Arbeitsplatz, das bspw. durch Betriebsvereinbarung (vgl. Bundesarbeitsgericht Az: 1 AZR 499/98) erlassen werden kann, nur auf die Innenräume beziehen kann, dürfe sich ein solches nicht auf die Freiflächen des Betriebsgeländes beziehen, so die Bundesrichter. Stellt der Arbeitgeber sodann - im Interesse der Raucher - Örtlichkeiten als Raucherzimmer zur Verfügung, sind seitens dieser karge Kammern nicht zu beanstanden. Ein Recht auf eine "gemütlich eingerichtete Raucherecke" sei nicht zu erkennen.

Quelle: Bundesarbeitsgericht von 01.01.1970
http://www.bundesarbeitsgericht.de Externer Link
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