Anlegerschutz / Handels- und Gesellschaftsrecht /
Artikelnummer: 06040707
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EUROPÄISCHES PARLAMENT LOCKERT KAPITALREGELN FÜR AKTIENGESELLSCHAFTEN
Durch die Richtlinie sollen eine Reihe dieser Empfehlungen umgesetzt werden, u. a. der Aktienerwerb gegen Sacheinlagen und der Erwerb eigener Aktien durch eine Aktiengesellschaft. Auch die gegenwärtigen Vorschriften über die finanzielle Unterstützung, die eine Gesellschaft Dritten für den Erwerb ihrer Aktien gewähren darf, sollen teilweise gelockert werden.
Die Europäische Kommission hat begrüßt, dass das Europäische Parlament Einigung über den Richtlinienvorschlag der Kommission erzielt hat, der Aktiengesellschaften bestimmte Maßnahmen erleichtern soll, die sich auf die Höhe und die Struktur ihres Kapitals sowie auf ihre Eigentumsverhältnisse auswirken. Mit der vorgeschlagenen Richtlinie werden die Teile der zweiten Gesellschaftsrechtsrichtlinie aus dem Jahr 1976 geändert, die die Gründung von Aktiengesellschaften, Kapitalerhaltungsmaßnahmen und Kapitaländerungen betreffen. Damit werden die Regeln gelockert, die Gläubiger und Aktionäre schützen sollen, gelockert. So darf bei Sacheinlagen zukünftig in bestimmten Fällen auf die Bewertung durch einen Sachverständigen verzichtet werden. Auch soll der Rahmen für den Rückkauf eigener Aktien ausgeweitet werden. Schließlich kann bei einer Kapitalerhöhung ein Ausschluss des Bezugsrechts für Altaktionäre leichter durchgesetzt werden.

Quelle: Europäische Kommission - DG Binnenmarkt von 14.03.2006
http://europa.eu.int/comm/internal_market/index_de.htm Externer Link
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