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Artikelnummer: 06041201
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PHOENIX-GESCHÄDIGTE SOLLEN SCHEINGEWINNE ZURÜCKZAHLEN
Unangenehme Post erhalten derzeit Geschädigte der Phoenix-Kapitaldienst GmbH, in Person des Insolvenzverwalters Frank Schmitt, Frankfurt. Unter Berufung auf ein Urteil des Bundesgerichtshofes vom 29.11.1990 sollen die Auszahlungen von sogenannten Scheingewinnen rückgängig gemacht werden.
Die Phoenix Kapitaldienst GmbH habe im Geschäftsbereich Phoenix Managed Account nur durch Hinzuziehung von Ergebnissen eines fiktiven Kontos bei einem Brokerhaus Gewinne aus diesem Geschäftsbereich ausgewiesen. Diese fiktiven Geschäfte seien Grundlage der Zuweisung von Gewinnen auf die jeweilige Geldanlage gewesen. Diese Auszahlungen werden nun unter dem Gesichtspunkt der „unentgetlichen Leistungen“ im Zeitraum von 4 Jahren vor dem Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens angefochten (§ 134 Abs. 1 Insolvenzordnung). Nur die Zahlung der Einlage könne nach dieser Rechtsprechung in Abzug gebracht werden. Nach Ansicht der Kanzlei erscheint es höchst zweifelhaft, ob sich die Anleger allein mit dem Abzug der Einlage zufrieden geben müssen und nicht vielmehr ein höherer Gegenanspruch besteht. Rechtsanwalt Dr. Jochen Leibold, Nürtingen

Quelle: Rechtsanwälte Dr. Leibold & Schmid GbR, Nürtingen von 12.04.2006
http://www.leibold-schmid.de Externer Link
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