Anlegerschutz / z_L&S - Phoenix /
Artikelnummer: 06041906
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HAUPTVERHANDLUNG IN DER STRAFSACHE GEGEN VERANTWORTLICHE DER PHÖNIX KAPITALDIENST GMBH BEGINNT AM 26.04.2006
In der Wirtschaftsstrafsache gegen Verantwortliche der Phönix Kapitaldienst GmbH legt die Staatsanwaltschaft mit ihrer Anklage den beiden Angeklagten Betrug und Urkundenfälschung, jeweils in einem besonders schweren Fall, sowie einer Angeklagten Gläubigerbegünstigung zur Last.
Der Gesellschaft sollen durch unzutreffende Angaben über beabsichtigte Anlagegeschäfte und Ertragsaussichten allein in der Zeit von Juli 2004 bis Januar 2005 mehr als 120 Millionen Euro von Anlegern zum Zwecke der Kapitalanlage in dem „Managed Account“ zugeflossen sein, wovon nur ca. 5% der Gelder tatsächlich in Anlagegeschäfte investiert und dadurch nahezu 7.000 Anleger geschädigt worden sein sollen. Zudem sollen zum Beleg vorgeblich lukrativer Anlagegeschäfte eine Vielzahl von Dokumenten gefälscht und diese zur Grundlage entsprechender Verbuchungen gemacht worden sein. Schließlich soll eine der Angeklagten Zahlungen an einzelne Gläubiger geleistet haben, nachdem bereits eine Zahlungseinstellung durch das Bundesaufsichtsamt für Finanzdienstleistung verfügt worden war. Die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Frankfurt am Main hat darauf hingewiesen, dass statt des Vorwurfs der Gläubigerbegünstigung der Tatbestand der Untreue zum Nachteil der Phönix GmbH erfüllt sein könnte.

Quelle: Landgericht Frankfurt am Main von 04.04.2006
http://www.lg-frankfurt.justiz.hessen.de/ Externer Link
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