Agenturrecht / Gewerblicher Rechtsschutz / Internetrecht / Urheber- und Medienrecht /
Artikelnummer: 06042006
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EINE VERURSACHTE AUFRUFBARKEIT ÜBER DIE GOOGLE-BILDSUCHE MUSS SICH DER URSPRÜNGLICHE URHEBERRECHTSVERLETZER ALS WIDERRECHTLICHE NUTZUNG ZURECHNEN LASSEN
Nach Ansicht des Landgerichtes Hamburg begründet die rechtswidrige Wiedergabe eines urheberrechtlich geschützten Werkes im Cache (Zwischenspeicher) einen eigenständigen Rechtsverstoß.
Die Richter entschieden, dass die durch eine frühere Nutzung in einem Internetauftritt [...] verursachte Aufrufbarkeit - öffentliches Zugänglichmachen im Sinne des UrhG - einer urheberrechtlich geschützten Darstellung über die Google-Bildsuche sich der ursprüngliche widerrechtliche Nutzer weiter als widerrechtliche Nutzung zurechnen lassen muss. Zwar wurden die urheberrechtswidrigen Daten vom eigenen Server gelöscht, sie ließen sich aber weiterhin über die Google-Bildsuche als Vorschaubild aufrufen. Der widerrechtliche Nutzer ist jedoch nicht nur zur Unterlassung der Nutzung in seinem eigenen Internetauftritt verpflichtet, sondern auch dazu, die durch die frühere Nutzung veranlasste fortdauernde Störung zu beseitigen.

Quelle: Landgericht Hamburg von 22.02.2006
http://www.landgericht-hamburg.de/ Externer Link
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