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Artikelnummer: 06050503
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LANDGERICHT VERDEN VERURTEILT COMMERZBANK AG ZUR ZAHLUNG VON SCHADENERSATZ AN FONDS-ANLEGER
Nach dem noch nicht rechtskräftigen Urteil könne sich die Bank wegen einer erneuten Falschberatung im Frühjahr 2002 nicht auf die Einrede der Verjährung berufen.
Im Jahr 1999 hatte sich der klagende Anleger dazu entschieden, über die Commerzbank Fondsanteile in Höhe von jeweils 30.000 DM (15.384 Euro) bei dem Fonds "A.L.S.A.-Neuer Markt Plus" zu zeichnen. Zum Ende der Laufzeit im November 2004 wurden nur noch 5.670 Euro ausgezahlt. Ein Angestellter der Commerzbank hatte jedoch seinerzeit erklärt, dass 80 Prozent des angelegten Betrags garantiert seien. Im Frühjahr 2002 hatte ein weiterer Commerzbank-Mitarbeiter diese Aussage bestätigt. Der Anleger machte die Differenz als Schadenersatz geltend. Aufgrund der unzureichenden Beratung geht das Gericht davon aus, dass die Commerzbank zur Zahlung des Schadenersatzes verpflichtet ist. Wegen der erneuten Falschberatung im Frühjahr 2002 kann sich die Bank auch nicht auf die Einrede der Verjährung berufen, da sie durch diese die Klägerin davon abhielt, bereits während der Verjährungsfrist ihre Ansprüche anzumelden.

Quelle: KTAG Rechtsanwälte von 23.03.2006
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