Arbeitsrecht /
Artikelnummer: 06051102
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SONN- UND FEIERTAGSARBEIT: EIN ZUSCHLAG ZUR REGELVERGÜTUNG IST GESETZLICH NICHT VORGESEHEN
Arbeitnehmer, die an Sonn- und Feiertagen arbeiten, haben keinen gesetzlichen Anspruch auf einen Zuschlag zur Arbeitsvergütung.
Ein solcher Anspruch ergebe sich nicht aus den einschlägigen Gesetzesvorschriften, dem Arbeitszeitrechtsgesetz (ArbZG), so das Bundesarbeitsgericht (BAG) in seiner Entscheidung. Der Arbeitnehmer hat vielmehr einen Anspruch auf einen Ersatzruhetag, wenn er seine Arbeitsleistung an Sonn- und/oder Feiertagen erbracht hat (vgl. § 11 Abs. 3 ArbZG). Die Gesundheit des Arbeitnehmers steht im Vordergrund und soll durch diese arbeitsschutzrechtliche Vorschrift gesetzlich gesichert sein. Den Anspruch auf Zahlung eines Zuschlags zur vertraglichen Vergütung hat ein Arbeitnehmer per Gesetz nur dann, wenn er an Sonn- oder Feiertagen Nachtarbeit geleistet hat (vgl. § 6 Abs. 5 ArbZG). Danach war ein Tankwart in allen Instanzen erfolglos, der Zuschläge für seine Arbeitsleistungen an Sonn- und Feiertagen gerichtlich durchsetzen wollte.

Quelle: Bundesarbeitsgericht von 11.01.2006
http://www.bundesarbeitsgericht.de/ Externer Link
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