Arbeitsrecht /
Artikelnummer: 06051103
Trennlinien
HAUPTARBEITGEBER ZAHLT ENTGELT FORT, WENN DER ARBEITNEHMER BEI DER AUSÜBUNG EINER NEBENTÄTIGKEIT ARBEITSUNFÄHIG WIRD
Ist ein Betriebsunfall bei der Ausübung einer Nebentätigkeit vom Arbeitnehmer nicht selbst verschuldet, so ist auch der Arbeitgeber des Hauptarbeitsverhältnisses zur Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall verpflichtet, wenn der Betriebsunfall zur Arbeitsunfähigkeit führt. So lautet die Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Hamm.
Dies gilt selbst dann, wenn der Arbeitgeber des Hauptarbeitsverhältnisses die Nebentätigkeit nicht genehmigt hat. Im zu entscheidenden Fall hatte ein Arbeitnehmer beim Einstellungsgespräch seinem Hauptarbeitgeber gegenüber die Nebentätigkeit sogar verneint. Dass er dennoch einer Nebentätigkeit nachgeht, kam erst ans Licht, als er sich bei der Ausführung des Nebenjobs ein Bein brach und hierdurch mehrere Monate lang arbeitsunfähig war.

Quelle: Landesarbeitsgericht Hamm von 08.02.2006
http://www.lag-hamm.nrw.de/recht/index.htm Externer Link
ArtikelübersichtFacebookNach oben