Anlegerschutz /
Artikelnummer: 06051106
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VERMÖGENSGARANT AG HAT INSOLVENZANTRAG GESTELLT
Die seit Oktober 2004 wegen des Verdachts des Prospektbetrugs negativ in die Schlagzeilen geratene Berliner VermögensGarant AG (VG) hat am 19.01.2006 Insolvenzantrag gestellt.
Die VermögensGarant hatte seit 2004 bundesweit Anleger mit falschen Prospektangaben in hoch risikobehaftete Inhaberteilschuldverschreibungen gelockt. In den Verträgen wurde eine feste Verzinsung von bis zu 9,25% p.a. mit einer 100%-igen Kapitalschutz-Garantie vereinbart. Dabei hatte die VG im Zeitraum zwischen 2004 und 2005 verschiedene Großbanken als Kapitalschutz-Garantiegeber angegeben. Zunächst wurde die niederländische ABN AMRO BANK als Garantiegeber im Prospekt angegeben. Die ABN AMRO Bank erstattete im Oktober 2004 Strafanzeige gegen die VG. Wenig später gab die VermögensGarant die Credit Suisse als Kapitalgarantiegeber an. Die Credit Suisse ging mit wettbewerbsrechtlichen Mitteln gegen die VG vor und erwirkte eine strafbewehrte Unterlassungserklärung. Um den Anschein des 100%-igen Kapitalschutzes der Anlage weiter aufrechtzuerhalten, führte die VermögensGarant alsdann die französische Staatsbank Société Générale als Garantiegeber an. Daraufhin erstattete auch die Société Générale Strafanzeige gegen die VermögensGarant. Auch die UBS-Bank wurde Opfer krimineller Machenschaften der VG. Anleger erhielten Dokumente mit dem gefälschten Logo der UBS. Die UBS leitete daraufhin ebenfalls strafrechtliche Schritte ein. Bundesweit sind rund 1.400 Anleger von dem Betrugsfall betroffen.

Quelle: Deutsches Institut für Anlegerschutz von 31.03.2006
http://www.dias-ev.de/ Externer Link
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