Anlegerschutz /
Artikelnummer: 06052601
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SCHADENSERSATZ FÜR ANLEGER GEGEN WIRTSCHAFTSPRÜFER BEI PRÜFUNGSFEHLER NUR UNTER ENGEN VORAUSSETZUNGEN
Der Bundesgerichtshof entschied, dass Bestätigungsvermerke des Abschlussprüfers in einem Verkaufsprospekt über eine Pflichtprüfung einer Gesellschaft vor dem Börsengang nicht zur Einbeziehung von potentiellen Anlegern in den Schutzbereich des Prüfvertrages führt.
Die Richter unterstrichen jedoch, dass an die Annahme einer vertraglichen Einbeziehung eines Dritten in den Schutzbereich des Prüfvertrages strenge Anforderungen gestellt werden müssen. Geklagt hatten zwei Investoren, die 51% der Aktien eines Unternehmens erworben hatten, um es später an die Börse zu bringen. Die Firma wurde jedoch insolvent, als deren Vorstand wegen Betrugs durch Bilanzfälschungen inhaftiert wurde. Die Aktienkäufer wollten daraufhin die beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Haftung nehmen, weil diese von den Manipulationen gewusst habe.

Quelle: Bundesgerichtshof von 06.04.2006
http://www.bundesgerichtshof.de Externer Link
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