Anlegerschutz /
Artikelnummer: 06060205
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ANLEGER VERKLAGEN INFINEON
Infineon droht in den USA ein kostspieliger Rechtsstreit. In einer Sammelklage werfen Aktionäre dem Unternehmen vor, seinen Aktienkurs durch inzwischen zugegebene Preisabsprachen bei Speicherchips in die Höhe getrieben zu haben.
Im Rahmen der Zivilklage werfen die Anleger Infineon, Ex-Vorstandschef Ulrich Schumacher und Finanzchef Peter Fischl vor, durch Preisabsprachen mit Konkurrenten die Chippreise vor einigen Jahren künstlich nach oben getrieben und so die Anleger geschädigt zu haben. Der Konzern hatte 2004 illegale Absprachen eingeräumt und sich mit dem US-Justizministerium auf eine Vergleichszahlung über 160 Mio. $ geeinigt. Daraufhin war der Kurs abgestürzt. Ein Hauptkläger des Sammelverfahrens ist ein deutscher Privatanleger, der seinen Schaden auf mehr als 800.000 $ beziffert. Ein Distriktrichter in Kalifornien hat bereits am 15. Mai 2006 den Antrag Infineons auf Abweisung der Klage zurückgewiesen.

Quelle: Financial Times Deutschland von 02.06.2005
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