Anlegerschutz /
Artikelnummer: 06060901
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RAZZIA GEGEN KAPITALANLAGEBETRÜGER
Rund 100 Kriminalbeamte, Steuerfahnder, sowie 9 Staatsanwälte durchsuchten 26 Objekte in Bayern und Hessen. Die Staatsanwaltschaft München II ermittelt gegen Verantwortliche eines Firmengeflechtes, die im Verdacht stehen, gewerbsmäßigen Kapitalanlagebetrug in organisierter Form zu begehen.
Insbesondere gegen die Mitglieder der Vorstandschaft der Dachorganisation besteht der dringende Tatverdacht für die Bildung einer kriminellen Vereinigung, gewerbsmäßigen Bandenbetruges in Millionenhöhe und gewerbsmäßiger Untreue sowie Steuerhinterziehung. Den Ermittlern liegen konkrete Erkenntnisse vor, dass viele Tausende von Geschädigten im Rahmen von Umsatzbeteiligungen betrogen wurden. Vertraglich garantierte Ausschüttungen an die Anlieger erfolgten zumeist nur in Form einer Erstauszahlung. Vielmehr besteht der begründete Verdacht, dass ein Großteil der fälligen Ausschüttungen nicht an die zahlreichen Anleger erfolgte, sondern vertragswidrig unter den am Firmengeflecht beteiligten Personen aufgeteilt wurden. Neben der Verhaftung der Hauptbeschuldigten ist es Ziel der Aktion, weitere mutmaßliche Beteiligte sowie Zeugen zur Sache zu vernehmen und Beweismittel sicherzustellen. Vorhandene Vermögenswerte werden eingefroren und damit Ansprüche von Geschädigten gesichert. Gleichzeitig soll die Möglichkeit der Abschöpfung krimineller Gewinne sichergestellt werden. Vier Personen wurden festgenommen. Der geschätzte Schaden für die Anleger liegt im zweistelligen Millionenbereich.

Quelle: Polizeipräsidium Oberbayern von 31.05.2006
http://www.polizei.bayern.de/oberbayern/erding/news/presse/aktuell/index.html/14786 Externer Link
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