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Artikelnummer: 06062209
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GEHT EIN RECHTSMITTELAUFTRAG AN EINEN ANWALT WEGEN EINES EINGABEFEHLERS NICHT ZU, SO HAT DIES DER MANDANT ZU VERANTWORTEN
Das Oberlandesgericht Nürnberg hat entschieden, dass der Mandant, der seinem Anwalt einen Rechtsmittelauftrag mit E-Mail zuleitet, schuldhaft handelt, wenn die E-Mail den Rechtsanwalt wegen eines Eingabefehlers nicht erreicht.
Der Anwalt hat in dem zu entscheidenden Fall eine ei­desstattliche Versicherung seiner zuständigen Mitarbeiterin vorgelegt, aus der sich ergibt, dass die E-Mail mit dem Rechtsmittelauftrag in der Kanzlei nicht angekommen ist. Nach Ansicht des Gerichts genügt die Vorlage einer eidesstattlichen Versicherung des Mandanten dann allein in der Regel nicht, um glaubhaft zu machen, dass diesem kein Eingabefehler unterlaufen ist.

Quelle: Oberlandesgericht Nürnberg von 20.04.2006
http://www4.justiz.bayern.de/olgn/index.htm Externer Link
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