Familienrecht /
Artikelnummer: 06062902
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FREIE BAHN FÜR DAS ELTERNGELD
Der Gesetzesentwurf zum Elterngeld ist beschlossene Sache. Die Bundesregierung will auf diesem Wege weitere Schritte in Richtung moderne Familienpolitik gehen.
Das Elterngeld wird zukünftig das bislang bezahlte Erziehungsgeld ablösen. Es soll alle Eltern erreichen, die sich Zeit für Ihr Neugeborenes nehmen und hierdurch auf Einkommen verzichten wollen. Elterngeld wird an Mutter und Vater für max. 14 Monate bezahlt, wobei die Eltern diesen Zeitraum frei untereinander aufteilen können. Ein Elternteil kann jedoch max. 12 Monate allein nehmen, die übrigen 2 Monate bleiben dem Partner vorbehalten. Somit ist das Elterngeld für 12 Monate auf jeden Fall gesichert. Es soll 67% des wegfallenden Einkommens betragen, jedoch den Maximalbetrag von 1.800,00 € pro Monat nicht übersteigen. 300,00 € sollen monatlich mindestens ausbezahlt werden. Zusammen mit dem Ausbau der Kinderbetreuungsmöglichkeiten u.a. sollen Kinderwünsche zukünftig leichter verwirklicht werden können, ohne dass existenzielle Ängste bzw. Befürchtungen vor dem beruflichen Aus entscheidungsprägend sind. Angaben des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zufolge hat das Erziehungsgeld dieses Ziel nicht erreichen können. Vielmehr hat es längere Erwerbsunterbrechnungen von Müttern begünstigt, die sich im Vergleich zu Kinderlosen oft zu unaufholbaren Nachteilen entwickeln konnten. Gleich bleiben sollen die Zuständigkeiten für die Beantragung bzw. Auszahlung des Elterngeldes. Hierfür sollen weiterhin die von den Landesregierungen beauftragten Stellen zuständig sein, welche auch jetzt schon für die Auszahlung des Erziehungsgeldes verantwortlich sind.

Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Fauren und Jugend von 14.06.2006
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