Straßenverkehrsrecht /
Artikelnummer: 06063005
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ALKOHOLISIERTER LKW-FAHRER MUSS INS GEFÄNGNIS
Ein Lkw-Fahrer, der im alkoholisierten Zustand einen Verkehrsunfall verursachte, bei dem ein Verkehrsteilnehmer zu Tode kam, muss hinter Gitter. Sein Antrag, die Strafe auf Bewährung auszusetzen, wurde vom Oberlandesgericht abgelehnt.
Wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Gefährdung des Straßenverkehrs muss nun der Fahrer eines Lkws für 1 Jahr und 4 Monate ins Gefängnis. Er hatte bei einer Blutalkoholkonzentration von 1,65 Promille zum Unfallzeitpunkt einen Verkehrsunfall versucht, bei dem der Fahrer eines Pkw starb. Das 31-jährige Unfallopfer hinterlässt seine Ehefrau und seine 3 Kinder im Alter von 11, 8 und 5 Jahren. Obwohl die berufliche Existenz des Unfallverursachers als Zwischenhändler von Einrichtungsgegenständen für Gastronomiebetriebe durch die Gefängnisstrafe gefährdet sein kann, ist diese nicht zur Bewährung auszusetzen, so die Richter. Einer solchen Milderung der Strafe stünde die hohe Alkoholierung bei der Fahrt mit einem Lkw sowie die schlimmen verschuldeten Folgen seiner Tat entgegen. Ferner gebiete auch die Verteidigung der Rechtsordnung die Vollstreckung der Freiheitsstrafe. Bei Verkehrsvergehen mit tödlichen Unfallfolgen, welche wie hier auf Trunkenheit zurückgehen, sei vielfach keine Freiheitsstrafe zur Bewährung angezeigt.

Quelle: Oberlandesgericht Stuttgart von 30.06.2006
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