Arbeitsrecht /
Artikelnummer: 06070602
Trennlinien
UNTERNEHMEN MUSS LEITENDEN ANGESTELLTEN ADÄQUAT BESCHÄFTIGEN
Das Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg hat entschieden, dass ein Unternehmen Schmerzensgeld in Höhe von 25.000,00 € an eine leitende Führungskraft bezahlen muss, weil die zugeteilte Projektaufgabe nicht vertragsgerecht sei.
Das Unternehmen wies der leitenden Führungskraft, dem Kläger, während ca. 2 Jahren keine neuen Aufgaben zu. Im Sommer 2004 haben seine Vorgesetzten ihm eine neue Projektaufgabe vorgeschlagen, welche er jedoch als unterwertig betrachtete. Seit Mitte 2004 ist der Kläger arbeitsunfähig erkrankt. Dem Kläger zufolge ist die Zuweisung der Projektaufgabe unwirksam. Das Unternehmen dagegen ist der Ansicht, es habe dem Kläger seit Mitte 2002 keine neue Tätigkeiten zuweisen können, teils mangels fachlicher Eignung, hauptsächlich aber wegen der mangelnden Akzeptanz des Klägers bei den anderen Führungskräften. Die Projektaufgabe aber, die man dem Kläger 2004 zuteilte, sei nicht unterwertig. Das Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg gab dem Kläger grundsätzlich Recht: Er sei überqualifiziert und er habe Anspruch auf eine leitende Position in der zweiten Führungsebene des Unternehmens. Deswegen muss das Unternehmen dem Kläger Schadensersatz bezahlen.

Quelle: Landesarbeitsgericht Baden-Wüettemberg von 12.06.2006
http://www.lag-baden-wuettemberg.de Externer Link
ArtikelübersichtFacebookNach oben