Anlegerschutz /
Artikelnummer: 06072110
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KAPITALANLEGER-MUSTERVERFAHREN GEGEN DAIMLERCHRYSLER AG
Das Oberlandesgericht Stuttgart hat in einem Musterverfahren nach dem Kapitalanleger- Musterverfahrensgesetz (KapMuG) darüber zu entscheiden, ob die am 28.07.2005 erfolgte Ad-hoc Mitteilung über das Ausscheiden des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der DaimlerChrysler AG, Prof. Jürgen Schrempp, verspätet erfolgt ist.
Es handelt sich dabei bundesweit um das erste Verfahren, das nach dem o. g. Gesetz aufgrund eines Vorlagebeschlusses von einem Oberlandesgericht zu entscheiden ist. Das Gericht muss nun einen Musterkläger bestimmen. Ausgewählt wird dabei einer von zehn Klägern, die das Verfahren beim Landgericht Stuttgart gegen die DaimlerChrysler AG betreiben. Es hat dabei neben der Höhe des jeweiligen Anspruchs auch zu berücksichtigen, ob sich mehrere Kläger auf einen Musterkläger verständigt haben. Die höchste Einzelforderung beläuft sich auf etwa 24.000,-- €. Mit einem Verhandlungstermin ist im Herbst 2006 zu rechnen.

Quelle: Oberlandesgericht Stuttgart von 13.07.2006
http://www.olg-stuttgart.de/ Externer Link
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