Straßenverkehrsrecht /
Artikelnummer: 06072503
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TIERE UND VERKEHR ...
Bei kleineren Tieren gilt: die Verkehrssicherheit geht vor.
Autofahrer X bremste abrupt wegen eines Eichhörnchen, das vor ihm auf die Fahrbahn lief. Der hinter ihm fahrende Pkw Y fuhr unmittelbar auf das bremsende Fahrzeug auf. Autofahrer X beansprucht nun den vollen Ersatz des ihm entstandenen Schadens. Schließlich sei der hinter ihm Fahrende aufgefahren, bedingt durch einen nicht eingehaltenen Sicherheitsabstand. Dies sei zwar richtig, so die Richter, dennoch kann X nur von einem Schadensersatz in Höhe von 75% ausgehen. Das Verschulden für diesen Unfall liege zwar hauptsächlich beim nachfahrenden Autofahrer, da dieser nicht den geforderten Mindestabstand einhielt. Dennoch treffe auch den Aufofahrer X selbst eine gewisse Mitschuld, habe er doch unverhofft und abrupt gebremst. Die Richter führten aus, dass das Bremsen nicht nötig gewesen war und somit auch nicht unabwendbar gewesen sei. X muss sich daher eine Mitschuld von 25% anrechnen lassen.

Quelle: Deutscher Anwaltsverein von 23.09.2005
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