Anlegerschutz /
Artikelnummer: 06092803
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LEIPZIG-WEST AG: GUTACHTEN ENTHÜLLT DETAILS ZU ANLEGERPLEITE
Ein Gutachten des Insolvenzverwalters der Wohnungsbaugesellschaft Leipzig-West AG (WBG) enthüllt Details. Wie die WirtschaftsWoche berichtet, ließen sich rund 40.000 Anleger in den vergangenen Jahren von üppigen Zinsen locken und steckten ihr Geld in Anleihen der WBG.
Zwischen 37 Prozent und 58 Prozent ihrer Einzahlungen wurden laut Gutachten an Jürgen Schlögel, den „faktischen Geschäftsführer“ und Hauptaktionär der WBG, weitergereicht. Mehr als 104 Millionen Euro sollen so direkt und indirekt in die Kassen des Nürnberger Kaufmanns geflossen sein, zum Großteil ohne Rechtsgrundlage. Somit würden „gegen Schlögel Forderungen in Höhe von mindestens 56 Millionen Euro bestehen“, so der Insolvenzverwalter. Schlögels Vermögen ist laut Gutachten auf rund vier Millionen Euro geschmolzen. Bei der WBG stehen Unternehmenswerten von 48 Millionen Euro Schulden von 312 Millionen Euro gegenüber. Die Staatsanwaltschaft ermittelt bereits wegen Verdachts auf Untreue, Betrug und Insolvenzverschleppung. Der Insolvenzverwalter untersucht mögliche Schadensersatzansprüche gegen Wirtschaftsprüfer und Geschäftspartner der WBG.

Quelle: Wirtschaftwoche von 16.09.2006
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