Arbeitsrecht /
Artikelnummer: 06102301
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KEIN SCHADENERSATZANSPRUCH WEGEN GESCHLECHTSSPEZIFISCHER DISKRIMINIERUNG
Das Landesarbeitsgericht (LAG) Berlin wies die Klage einer leitenden Mitarbeiterin auf Schadensersatz ab. Diese machte einen solchen Anspruch geltend und stützte ihn auf geschlechtsspezifische Diskriminierung bei einer Beförderung.
Im Rahmen einer Beförderung wurde ein männlicher Mitbewerber der Klägerin vorgezogen, die zum damaligen Zeitpunkt schwanger war. Das LAG hat es aber nicht als genügendes Indiz dafür gehalten, dass das Geschlecht wenigstens mitbestimmend für die Beförderungsentscheidung war. Auch der Umstand, dass ein Vorgesetzter bei der Bekanntgabe der Besetzungsentscheidung gegenüber der Klägerin auch auf deren familiäre Situation Bezug genommen hat, sei nicht mitbestimmend gewesen. Diese Erklärung war nach Auffassung des Gerichts nicht auf die Besetzungsentscheidung selbst bezogen. Das LAG hat die Revision nicht zugelassen; die Entscheidung ist somit rechtskräftig.

Quelle: Landesarbeitsgericht Berlin von 19.10.2006
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