Gewerblicher Rechtsschutz / Handels- und Gesellschaftsrecht / Internetrecht / Wettbewerbs- und Kartellrecht /
Artikelnummer: 08041212
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VERPFLICHTUNG DER FACHHÄNDLER DURCH DEN HERSTELLER, MARKENWARE NICHT ÜBER EBAY ZU VERTREIBEN, KANN ZULÄSSIG SEIN
Dies hat das Landgericht Mannheim entschieden.
Die Mannheimer Richter stellen in ihrer Entscheidung fest: Richtet der Hersteller von hochpreisigen Schulranzen, die er als Markenware vertreibt, ein selektives Vertriebssystem ein, in dem er seinen Fachhändlern vorschreibt, ein stationäres Einzelhandelsgeschäfts mit dem Ambiente eines Fachgeschäfts zu unterhalten, sämtliche Markenprodukte einschließlich von Ergänzungswaren zu bevorraten und anzubieten, kompetentes Fachpersonal einzusetzen und das Geschäft während der ortsüblichen Ladenöffnungszeiten geöffnet zu halten, so bedeutet die zusätzliche Verpflichtung, im Internet nur über einen diesen Anforderungen entsprechenden eigenen Internetshop und nicht über Auktionsplattformen zu vertreiben, keinen Verstoß, weil sich diese Bedingungen für den Internetvertrieb auf das zur Gewährleistung eines qualitätsangemessenen Vertriebs Erforderliche beschränken.

Quelle: Landgericht Mannheim - erhältlich in der Rechtsprechungsdatenbank Baden-Württemberg von 14.03.2008
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