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Artikelnummer: 08062704
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VIP MEDIENFONDS 2: VIP ERHEBT EINSPRUCH GEGEN GEÄNDERTE STEUERBESCHEIDE FÜR 2002 UND 2003
Die VIP-Geschäftsführung hat Einspruch gegen die geänderten Steuerbescheide für den VIP Medienfonds 2 erhoben. Das Finanzamt München hatte den Fonds wie bereits gemeldet für die Jahre 2002 und 2003 einer neuerlichen Überprüfung unterzogen und ist zu dem Ergebnis gelangt, dass die Verluste teils im falschen Jahr geltend gemacht wurden, teils wird auch die Herstellereigenschaft des Fonds angezweifelt. VIP stützt sich dabei auf die „erhöhte Bestandskraft“ der ursprünglichen Steuerbescheide, weil der Fonds für die Jahre 2002 und 2003 bereits endgültig betriebsgeprüft war. Die Bescheide können nur dann geändert werden, wenn ein Fall von Steuerhinterziehung oder leichtfertiger Steuerkürzung vorliegt. Dies wird im vorliegenden Fall zwar von der Finanzverwaltung behauptet, ist aber weder belegt noch abschließend entschieden.
Die erneute Überprüfung des VIP Medienfonds 2 steht im Zusammenhang mit dem erweiterten Strafverfahren gegen die ehemaligen VIP-Geschäftsführer. Diese sehen sich dem Verdacht der Steuerhinterziehung zugunsten Dritter ausgesetzt. Das Finanzamt München vertritt dabei die Auffassung, dass die damaligen Geschäftsführer der Komplementärgesellschaft gegenüber den Finanzbehörden vorsätzlich unrichtige Angaben gemacht bzw. diese pflichtwidrig über steuerlich erhebliche Tatsachen in Unkenntnis gelassen haben. Die Anerkennung der von den VIP Medienfonds für die durchgeführten Filmprojekte bezahlten Produktionskosten als Betriebsausgaben ist ein zentraler Streitpunkt in allen derzeit anhängigen steuerlichen Hauptverfahren. Die wegen der nach wie vor nicht abschließend geklärten steuerlichen Bewertung von Filmproduktionskosten bestehende Rechtsunsicherheit erweist sich auch für die Anleger anderer deutscher Medienfonds als Belastung.

Quelle: VIP Fondsverwaltungsgesellschaft mbH - PM vom 23.6.2008 von 23.06.2008
http://www.vip-medienfonds.de Externer Link
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