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Artikelnummer: 08120502
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ZUR PFLICHT DER BANK ZUR ÜBERPRÜFUNG EINER VON IHR EMPFOHLENEN KAPITALANLAGE
Eine Bank ist aus dem Beratungsvertrag verpflichtet eine von ihr empfohlene Kapitalanlage mit dem bankenüblichen Sachverstand zu prüfen und nicht lediglich eine Plausibilitätsprüfung vorzunehmen. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.
Die klagende Anlegerin verlangt von der beklagten Volksbank Schadensersatz wegen fehlerhafter Anlageberatung. Der Bundesgerichtshof führt in seiner Entscheidung aus, dass es für die Empfehlung einer Kapitalanlage durch eine Bank nicht genügt, wenn diese lediglich eine Plausibilitätsprüfung durchführt. Sondern die Bank sei vielmehr verpflichtet die Kapitalanlage mit dem bankenüblichen Sachverstand zu prüfen. Für die Prüfung von Kapitalanlagen könne die Bank auch grundsätzlich bankfremde Erfüllungsgehilfen hinzuziehen. Eine Aufklärungspflicht gegenüber dem Anlageinteressenten hierüber sei jedoch nicht anzunehmen. Der Bank obliege nicht die Aufgabe Kenntnis von einer jeden negativen Berichterstattung über von ihr vertriebene Kapitalanlagen in Brancheninformationsdiensten zu haben. Liegt jedoch bei der Bank Kenntnis eines solchen negativen Berichtes in einem Brancheninformationsdienst vor, müsse selbstverständlich von dieser Kenntnis bei der Prüfung der Kapitalanlage Gebrauch gemacht werden. Auf vereinzelt gebliebene, nicht von der Fachöffentlichkeit anerkannte, negative Publikationen müsse der Anlageinteressent jedoch nicht zwangsläufig hingewiesen werden.

Quelle: Bundesgerichtshof von 07.10.2008
http://www.bundesgerichtshof.de Externer Link
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