Anlegerschutz / z_L&S - Filmfonds /
Artikelnummer: 09110703
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RÜCKABWICKLUNG EINER FONDSBETEILIGUNG (HIER: MEDIENFONDS), SCHADENSMINDERUNGSPFLICHT DES ANLEGERS
Den Anleger trifft unter dem Gesichtspunkt der Schadensminderung keine Verpflichtung, den Emissionsprospekt nach Zeichnung der Kapitalanlage auf Widersprüche zu den Angaben des Anlageberaters zu untersuchen und seine auf den Fondsbeitritt gerichtete Willenserklärung innerhalb der Widerrufsfrist zu widerrufen. Dies hat das Oberlandesgericht Celle entschieden. Er dürfe vielmehr darauf vertrauen, vom dem Berater zutreffend informiert worden zu sein.
Die Richter führen weiter aus, dass die vom Anleger nicht beeinflussbare Schwierigkeiten bei der Rückabwicklung der Fondsbeteiligung in den Risikobereich der zum Schadensersatz verpflichteten Bank fallen. Dies gelte namentlich, wenn die Übertragung der Gesellschaftsanteile von der Zustimmung Dritter abhängig ist.

Quelle: Oberlandesgericht Celle - erhältlich in der Rechtsprechungsdatenbank der Niedersächsischen Oberlandesgerichte von 21.10.2009
http://app.olg-ol.niedersachsen.de/efundus/index.php4 Externer Link
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